Sophia und Anna aus unserem Team waren in den vergangenen Wochen in Nepal unterwegs. Sie haben viele unterschiedliche Seiten des Landes erlebt – von hohen Bergen über tropischen Dschungel bis hin zu lebendigen Städten.
In 11 Tagen umrundeten sie den Manaslu, den 8163 m hohen „Berg der Seelen“. Zu Beginn führte ihr Weg durch grüne Täler, vorbei an kleinen Wasserfällen und Bergdörfern. Bereits am zweiten Tag durchquerten sie tropische Wälder und erhaschten erste Blicke auf schneebedeckte Gipfel, bevor die Landschaft in Kiefernwälder überging. Unterwegs begegneten ihnen Bergziegen, Mulis, Adler, Yaks und Wildbienenvölker. Jeden Tag starteten sie mit Porridge, Instant-Kaffee und wunderschönem Sonnenschein, nachmittags zog meist Nebel in die Täler.
Im Angesicht des Manaslu
Ab dem vierten Tag zeigte sich der Manaslu zum ersten Mal. Auch in großen Höhen leben Menschen in den Bergdörfern. Anna und Sophia lernten auf ihrer Tour nicht nur die beeindruckende Natur kennen, sondern bekamen auch Einblicke in den Alltag vor Ort: Lebensmittel und Gas werden von Mulis über Tage hinweg in die Dörfer transportiert, fließendes Wasser ist nicht überall selbstverständlich. Viele Familien betreiben auf über 3500 m Selbstversorgung mit Tieren und Pflanzen und leben eng mit ihnen zusammen.
In zunehmender Höhe gab es jeden Abend Knoblauchsuppe zur Unterstützung der Akklimatisation. Die Etappen wurden kürzer, um Zeit für Anpassungswanderungen zu lassen. Häufig stand Dal Bhat auf dem Speiseplan, ein typisches Gericht aus Reis, Linsensuppe und Gemüse.
Abends lernten sie von den Guides Kartentricks und ein nepalesisches Kartenspiel kennen, während sich alle gemeinsam am Holzofen aufwärmten. Ihre liebsten Nalgene-Flaschen aus der Bergsporthütte dienten im Schlaflager als unverzichtbare Wärmflaschen für kalte Trekkingnächte.
Passüberquerung über 5.000 m
Der Tag der Passüberquerung begann bereits um 3 Uhr morgens. Anna berichtet: „Mit Stirnlampen ging es im Dunkeln los. Ab etwa 4800 m galt das nepalesische Motto bistare bistare – langsam, langsam – umso mehr. Nach einem traumhaften Sonnenaufgang erreichten wir erschöpft und glücklich den Larke Pass auf 5106 m, den höchsten Punkt des Manaslu Circuit.“
Die letzten drei Tage führten bergab durch Schnee- und Geröllfelder sowie durch beeindruckende Wälder. Besonders schön war es, nach der Passüberquerung andere Personen vom Trek wiederzutreffen und gemeinsam die letzten Tage Revue passieren zu lassen. Pünktlich zum Ende des Abenteuers fing es am Abend des letzten Tages an zu regnen.
Sophia resümiert: „Zurück im Tal genossen wir ein frisches Bett, eine heiße Dusche und viel frisches Gemüse. Insgesamt war die Manaslu-Umrundung eine wunderschöne, fordernde und sehr bereichernde Erfahrung, an die wir lange dankbar zurückdenken werden.“











