Mit Camper und Baby durch Korsika

Storemanager Sebastian berichtet von vier Wochen Inselabenteuer

Während es in der Bergsporthütte langsam Richtung Sommersaison ging, konnte ich dieses Jahr schon früh raus in die Natur. Gemeinsam mit Frau, Baby und Camper ging es für knapp vier Wochen nach Korsika. Mit dabei war jede Menge Ausrüstung aus der Bergsporthütte, die sich unterwegs im echten Reisealltag beweisen durfte.

Zwischenstopp in Arco

Damit die Anreise etwas abwechslungsreicher wird, haben wir unseren ersten Stopp in Arco am Gardasee eingelegt. Für mich war klar: Wenn man schon dort ist, müssen die Kletterschuhe mit an den Fels.

So ging es direkt nach der Ankunft zum Klettern. Ein perfekter Start in den Urlaub und die letzte sportliche Etappe, bevor sich die Reise ganz dem entspannten Camperleben mit Baby widmete.

Mit der Fähre nach Korsika

Von Arco aus ging es weiter nach Genua. Dort wartete die Nachtfähre nach Bastia auf uns.

Mit Baby kann ich das Express Boarding absolut empfehlen. Während meine Frau ganz entspannt mit Kinderwagen und Gepäck an Bord gehen konnte, durfte ich den Camper unter den temperamentvollen Anweisungen der Hafenmitarbeiter millimetergenau im Bauch der Fähre einparken.

Am nächsten Morgen wurden wir in Bastia von strahlendem Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen begrüßt. Genau so hatten wir uns den Start auf Korsika vorgestellt.

Die ersten Campingtage

Unser erstes Ziel lag im Nordwesten der Insel. Was uns sofort auffiel: Schon im Frühjahr waren erstaunlich viele Camper und Bikepacker unterwegs.

Die ersten beiden Campingplätze, die wir eigentlich ansteuern wollten, hatten allerdings noch geschlossen. Also hieß es spontan umplanen und einen neuen Platz suchen.

Zum Glück wurden wir schnell fündig. Der Campingplatz war in der Vorsaison kaum besucht. Neben uns waren nur zwei weitere Stellplätze belegt. Dadurch konnten wir uns einen Platz in der ersten Panoramareihe aussuchen. Morgens mit diesem Ausblick aufzuwachen, war einfach unbezahlbar.

Natürlich wurde als Erstes die Amazonas Hängematte aufgebaut. Danach konnten wir die Aussicht genießen und langsam in den Urlaubsmodus wechseln.

Im Campingalltag haben sich vor allem zwei Dinge als unglaublich praktisch erwiesen: die Spülschüssel und der Trinkwassersack von Ortlieb. Solche Kleinigkeiten machen das Leben auf dem Campingplatz deutlich einfacher und gehören inzwischen für mich fest zur Ausrüstung.

Von unserem Campingplatz aus haben wir auch Tagesausflüge nach L’Île-Rousse und Calvi unternommen. Beide Orte haben ihren ganz eigenen Charme: kleine Gassen, gemütliche Cafés, hübsche Häfen und eine entspannte Atmosphäre. Außerhalb der Hauptsaison konnten wir die beiden Küstenstädte ganz in Ruhe genießen.

Unterwegs entlang der Westküste

Anschließend ging es weiter Richtung Westen. Die Küstenstraßen auf Korsika sind wunderschön, aber oft sehr eng und kurvenreich. Deshalb führte unsere Route größtenteils durchs Landesinnere.

Etwas nördlich von Ajaccio fanden wir einen Campingplatz direkt am Meer. Dort verbrachten wir einige wunderbar entspannte Tage zwischen Strand, gutem Essen und kleinen Ausflügen.

Ein Highlight war unsere Wanderung zum Capu Rossu. Dort war die Osprey Babytrage jeden Meter wert. Das Sonnendach schützte unseren Kleinen zuverlässig vor der Sonne und auch für mich ließ sich die Trage selbst bei warmen Temperaturen angenehm tragen. Auf solchen Touren merkt man schnell, wie wichtig ein gutes Tragesystem ist.

Bonifacio

Auch Bonifacio durfte natürlich nicht fehlen. Die Altstadt mit ihren vielen Treppen und den spektakulären Klippen gehört für mich zu den schönsten Orten der Insel.

Mit Kinderwagen wäre der Rundgang ziemlich mühsam geworden. Mit der Babytrage konnten wir die Stadt dagegen ganz entspannt erkunden und jeden Aussichtspunkt genießen.

Ausrüstung, die ich sofort wieder einpacken würde

Auf Reisen merkt man schnell, welche Ausrüstung wirklich funktioniert.

Ein echtes Lieblingsstück war für mich die Khor Pants von Mountain Equipment. Die Hose ist lang, aber trotzdem angenehm dünn und elastisch. Tagsüber schützt sie vor Sonne, abends hält sie warm.

Ebenso bewährt haben sich die Merino-Shirts von Icebreaker. Gerade unterwegs, wenn man nicht jeden Tag Wäsche waschen möchte, sind sie einfach unschlagbar.

Nicht fehlen durfte natürlich auch meine Patagonia Micro Puff Jacke. Am Anfang der Reise war sie morgens und abends regelmäßig im Einsatz. Je wärmer es wurde, desto weiter verschwand sie zwar unten im Duffle Bag – aber genau für diese kühleren Momente war ich froh, sie eingepackt zu haben.

Aam Anfang der Reise kamen auch unsere Therm-a-Rest Schlafmatten und der Daunenschlafsäcke von Mountain Equipment zum Einsatz. Bei etwas frischeren Nächten sorgten sie für richtig erholsamen Schlaf.

Warum ich den Frühling als Reisezeit empfehlen würde

Rückblickend würde ich jederzeit wieder im April/Mai nach Korsika reisen. Außerdem kann ich auch Korsika generell als Reiseziel in der Elternzeit sehr empfehlen.

Mit Baby war diese Jahreszeit perfekt. Die Temperaturen waren angenehm warm, ohne dass die Hitze belastend wurde. Gleichzeitig waren wir noch in der Nebensaison unterwegs. Viele Campingplätze und Strände waren angenehm ruhig, Sehenswürdigkeiten nicht überlaufen und wir konnten die Insel in einer unglaublichen Gelassenheit erleben. Genau diese Ruhe hat die Reise für uns so besonders gemacht.

Heimreise mit einem letzten Wintergruß

Nach gut drei Wochen voller Sonne, Meer, Bergen und richtig gutem Essen hieß es leider Abschied nehmen.

Von Bastia aus ging es diesmal tagsüber mit der Fähre nach Livorno. Am Nachmittag fuhren wir noch ein Stück weiter und übernachteten auf dem Gelände einer kleinen Gärtnerei, die einige Stellplätze für Camper anbietet. Ein wunderbar ruhiger Abschluss unserer Reise.

Während wir die letzten Tage auf Korsika schon fast sommerliche Temperaturen genießen konnten, begrüßte uns auf dem Heimweg am Brenner noch einmal eine ordentliche Portion Schnee – ein ziemlich verrückter Kontrast nach drei Wochen Mittelmeer.

Mein Fazit

Korsika hat mich absolut begeistert.

Die Mischung aus beeindruckenden Bergen, glasklarem Meer, unberührter Natur, kleinen Bergdörfern und wunderschönen Küstenstädtchen macht die Insel zu einem ganz besonderen Reiseziel. Dazu kommen die entspannte Atmosphäre, die Gastfreundschaft der Korsen und das Gefühl, an vielen Orten noch echte Ruhe zu finden.

Als Familie haben wir diese Entschleunigung unglaublich genossen. Mit etwas Flexibilität bei der Reiseplanung und der passenden Ausrüstung lässt sich Korsika auch mit Baby wunderbar bereisen.

Für mich steht jedenfalls fest: Das war nicht unsere letzte Reise nach Korsika.

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